Ceramide (Sphingolipid · Hautbarriere-Lipid · Bestandteil des Stratum Corneum)

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CAS-Nr. — (Klasse: mehrere CAS-Nummern für Ceramid-Untertypen)
Klasse Lipid · Sphingolipid · N-Acylsphingosin (Klasse)
Quelle Glycine max (Sojabohne); Triticum aestivum (Weizen) – Körner (Glucosylceramid); auch Reis- und Konjakquellen
Aussagekraft Mittel
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Ceramide sind eine Klasse von Sphingolipiden, die etwa 50 % des Lipidgehalts des Stratum Corneum – der äußersten Hautbarriere – ausmachen. In den 1980er-1990er Jahren wurde Ceramidmangel als ein Hauptmerkmal von atopischer Dermatitis und trockener, geschädigter Haut charakterisiert. Die Entdeckung, dass die orale Supplementation mit pflanzlichen Glucosylceramiden (der glykosylierten Vorläuferform in Pflanzen) die Hautfeuchtigkeit von innen verbessern könnte, eröffnete den Markt für Schönheitsnahrung und oral einzunehmende Hautpräparate.


Ceramid zur Reparatur der Hautbarriere, Hydratation & atopische Haut — Evidenz

Orale Ceramid-Supplementierung — Hautfeuchtigkeit: Mehrere RCTs mit oralem Pflanzen-Ceramid (Glucosylceramid aus Weizen oder Konjak) in einer Dosierung von 30–200 mg pro Tag über 8–12 Wochen dokumentieren Verbesserungen des Feuchtigkeitsgehalts der Haut, Reduzierungen des transepidermalen Wasserverlusts und Verbesserungen der Hautrauhigkeitswerte. Aussagekraft: Mittel.

Atopische Dermatitis und Barrierereparatur: Ceramidmangel ist ein definierendes Merkmal der atopischen Dermatitis. Klinische Studien dokumentieren Verbesserungen der Hautbarrierefunktion und eine Reduzierung von Juckreiz und Trockenheit. Aussagekraft: Mittel.

Topisches Ceramid — gut etabliert: Topische Ceramidformulierungen sind eine Standardkomponente dermatologischer Feuchtigkeitspflegeempfehlungen für trockene und empfindliche Hautzustände. Die Evidenzbasis für topische Anwendungen ist stärker als die für orale Supplementierung. Aussagekraft: Hoch (topisch).


Dosierung & Hinweise für Formulierer

Studien zur oralen Ceramid-Supplementierung verwendeten 30–200 mg pflanzliches Ceramid (ausgedrückt als Glucosylceramid-Gehalt) pro Tag. Glucosylceramid aus Weizen und Konjak sind die am besten untersuchten oralen Quellen. Für topische Formulierungen wird Ceramid typischerweise in einer Konzentration von 0,5–5 % in weichmachenden Basen zusammen mit Cholesterin und freien Fettsäuren formuliert, um die Drei-Lipid-Zusammensetzung des natürlichen Stratum corneum nachzubilden.

Passt gut zu: Linolsäure (essentielle strukturelle Fettsäure für die Ceramid-Biosynthese), Hyaluronsäure (umfassende Hautfeuchtigkeitsformulierung), Vitamin C (Kollagensynthese + antioxidative Kombination), Astaxanthin (antioxidativer Hautschutz-Stack).


Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Ceramid und warum ist es wichtig für die Hautgesundheit?
Ceramide sind Sphingolipide, die etwa 50 % des Lipidgehalts des Stratum Corneum ausmachen. Sie bilden den Lipidmörtel zwischen den Hautzellen und verhindern den transepidermalen Wasserverlust. Ceramidmangel ist ein definierendes Merkmal der atopischen Dermatitis und trockener, geschädigter Haut.

Können orale Ceramid-Ergänzungsmittel die Hautfeuchtigkeit verbessern?
Ja – mehrere RCTs mit oralem Pflanzen-Ceramid (Glucosylceramid aus Weizen oder Konjak) in einer Dosierung von 30–200 mg pro Tag dokumentieren über 8–12 Wochen Verbesserungen des Feuchtigkeitsgehalts der Haut und Reduzierungen des transepidermalen Wasserverlusts.

Worin besteht der Unterschied zwischen topischem Ceramid und oraler Ceramid-Supplementierung?
Topisches Ceramid verfügt über eine gut etablierte Evidenzbasis. Orales Ceramid hat eine wachsende, aber kleinere RCT-Evidenzbasis für die Hautfeuchtigkeit von innen. Die beiden Ansätze können für eine umfassende Unterstützung der Hautbarriere kombiniert werden.

Welche pflanzlichen Ceramid-Quellen werden in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet?
Die primären pflanzlichen Ceramid-Quellen sind Weizen, Konjak, Reis und Sojabohnen. Weizen- und Konjak-Glucosylceramid haben die meisten RCT-Beweise für die orale Hautbefeuchtung. Sojabohnen-Ceramid ist eine Alternative für weizenfreie Spezifikationen.


Aussagekraftskala – Hoch = mehrere Humanstudien; Mittel = einige Studien; Aufkommend = frühe Labordaten.

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