Linolsäure (Omega-6 · LA · Essenzielle Fettsäure · Hautbarriere-Lipid)
Compiled from published pharmacological and botanical literature. Not independently verified by Herbuno. Spotted an error or have a correction? Flag it below →
| CAS-Nr. | 60-33-3 |
| Klasse | Lipid · Mehrfach ungesättigte Fettsäure · Essenzielle Omega-6-Fettsäure · C18:2 n-6 |
| Quelle | Helianthus annuus (Sonnenblume) – Samen (primär, 60–70 % LA); auch Distel-, Nachtkerzen-, Hanf-, Traubenkernöle |
| Aussagestärke | Hoch |
| Kauf bei Herbuno | Verfügbarkeit und Großhandelspreise anfragen → |
Linolsäure (LA) ist eine essenzielle Omega-6-Fettsäure – der menschliche Körper kann sie nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen. In der Haut ist Linolsäure ein struktureller Bestandteil der Ceramide im Stratum corneum – ihr Mangel beeinträchtigt speziell die Integrität der Hautbarriere. Diese hautspezifische essenzielle Rolle zeichnet LA aus und macht sie besonders relevant für topische Formulierungen und die orale Nahrungsergänzung für die Hautgesundheit.
Linolsäure für die Hautbarrierefunktion, den Status essenzieller Fettsäuren & die Lipidabgabe – Evidenz
Integrität der Hautbarriere – essenzielle strukturelle Rolle: Linolsäure ist ein obligater Bestandteil von Ceramid 1 (Acylceramid) im Stratum corneum. LA-Mangel führt zu ichthyosiformer Dermatose. Topisch angewandte LA-reiche Öle verbessern die Hautbarrierefunktion und reduzieren den transepidermalen Wasserverlust in klinischen Studien. Aussagestärke: Hoch.
Supplementierung mit essenziellen Fettsäuren: In der klinischen Ernährung von Patienten mit Fettmalabsorption wird LA als primäre essenzielle Fettsäure bereitgestellt. Aussagestärke: Hoch.
Entzündungsbalance: Die Rolle von LA als Vorläufer von Arachidonsäure wird häufig missverstanden. Ernährungsbedingte LA in typischen Mengen erhöht entzündliche Marker nicht direkt. Das Anliegen bezieht sich auf das Eicosanoid-Gleichgewicht von Omega-6:Omega-3, nicht auf die Nahrungs-LA an sich. Aussagestärke: Moderat (nuanciert).
Verfügbarkeit und Großhandelspreise anfragen →
Trägeröle durchsuchen →
Dosierung & Hinweise für Formulierer
Die angemessene Zufuhr (AI) für Linolsäure beträgt 11–12 g pro Tag für Frauen und 14–17 g pro Tag für Männer (US DRI). Leicht über pflanzliche Speiseöle zu erreichen. Ergänzende LA wird hauptsächlich zur topischen Unterstützung der Hautbarriere und als Trägeröl für fettlösliche Wirkstoffe verwendet. Für topische Hautbarriereanwendungen sind LA-reiche Trägeröle (Hagebutten-, Distel-, Nachtkerzenöl) die geeignete Spezifikation.
Passt gut zu: Alpha-Linolensäure (ausgewogene Omega-6:Omega-3-Formulierung), GLA (Nachtkerzenöl – nächster Stoffwechselschritt für die Hautgesundheit), Vitamin E (antioxidativer Stabilisator), Ceramide (umfassende Hautbarriere-Formulierung).
Häufig gestellte Fragen
Ist Linolsäure entzündungsfördernd?
Nein – Nahrungs-LA in normalen Mengen erhöht Arachidonsäure oder entzündliche Marker nicht direkt. Das Omega-6:Omega-3-Problem bezieht sich auf die Konkurrenz zwischen Arachidonsäure und EPA-abgeleiteten Eicosanoiden auf zellulärer Ebene, nicht auf die Nahrungs-LA an sich.
Warum verbessert topische Linolsäure die Haut, während Ölsäure sie verschlimmern kann?
LA ist ein struktureller Bestandteil von Ceramid 1 im Stratum corneum – topische LA füllt die Barriere auf. Ölsäure in hohen topischen Konzentrationen stört die lamellare Barrierestruktur. LA-reiche Öle unterstützen die Barriere; ölsäurereiche Öle verbessern die Penetration.
Was ist die empfohlene tägliche Zufuhr von Linolsäure?
Die AI beträgt 11–12 g pro Tag für Frauen und 14–17 g pro Tag für Männer. Leicht über pflanzliche Speiseöle zu erreichen. Ergänzende LA wird hauptsächlich zur topischen Unterstützung der Hautbarriere verwendet.
Wie unterscheidet sich Hagebuttenöl von Nachtkerzenöl als Linolsäurequelle?
Hagebuttenöl (45 % LA + 35 % ALA + Carotinoide) wird für Anti-Aging und Hautregeneration eingesetzt. Nachtkerzenöl (65–80 % LA + 8–10 % GLA) zielt auf entzündliche Hauterkrankungen und die hormonelle Gesundheit ab.
Aussagestärkenskala – Hoch = mehrere Humanstudien; Moderat = einige Studien; Aufkommend = frühe Labordaten.
← Zurück zum Wirkstoffindex · HerbIQ P02: Extraktion · HerbIQ P03: Abgabe