Isorhamnetin-3-Glucosid (Flavonolglykosid · Herz-Kreislauf · Antioxidans)

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Verbindung Isorhamnetin-3-Glucosid (Isorhamnetin 3-O-β-D-glucosid)
Chemische Klasse Polyphenol — Flavonol-O-Glykosid
CAS 5041-82-7
Primäre Quelle Hippophae rhamnoides (Sanddorn), Allium cepa (Zwiebel), Raphanus sativus
Hauptanwendungen Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems; Antioxidans; Lichtschutz; entzündungshemmend
Aussagestärke Moderat
Typische Form Sanddornextraktpulver; flüssiger Sanddornfruchtextrakt; Isorhamnetin-Glykosid HPLC-quantifiziert
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Flüssiger Sanddornfruchtextrakt (wasserlöslich) - Hippophae rhamnoides →

Namensherkunft: Isorhamnetin (3′-Methyl-Ether von Quercetin) ist am C-3-Hydroxyl des C-Rings glykosyliert – der Standardposition für Flavonol-Glykosylierung. Das 3-Glucosid ist das primäre Konjugat, das in Sanddornfrüchten gefunden wird, zusammen mit Isorhamnetin-3-rutinosid (Narzissin) und Quercetin-Glykosiden. Traditionelle Verwendung: Sanddorn (Hippophae rhamnoides), auch Sanddorn oder Kreuzdorn genannt, wird seit Jahrhunderten in der tibetischen und mongolischen Medizin (tibetisch: sJi-tshes) bei Verdauungsstörungen, Hautverbrennungen und Herz-Kreislauf-Schwäche eingesetzt. Die Beeren gehören zu den nährstoffreichsten Wildfrüchten und werden in der zentralasiatischen Medizin als Saft, Öl und Abkochung konsumiert. Forschungstrajektorie: Die moderne Forschung konzentriert sich auf die kardiovaskulären, hepatoprotektiven und hautschützenden Wirkungen des Sanddorns. Isorhamnetin-3-Glucosid, als eines der dominanten Flavonoide in der Frucht, hat Aufmerksamkeit für den Myokardschutz, die Modulation der Thrombozytenaggregation und die Minderung von UVB-induzierten Hautschäden auf sich gezogen. Kommerzielle Quelle: Sanddornextraktpulver ist bei Herbuno erhältlich und liefert Isorhamnetin-Glykoside als Teil des gesamten Sanddorn-Polyphenolkomplexes.


Beweise für die Anwendungen von Isorhamnetin-3-Glucosid

Herz-Kreislauf-Unterstützung: Isorhamnetin-Glykoside hemmen die Thrombozytenaggregation durch Unterdrückung des Thromboxan A₂-Signalwegs und reduzieren die LDL-Oxidation ex vivo. Myokardiale Ischämie-Reperfusionsstudien an Nagetieren zeigen kardioprotektive Wirkungen bei 10–50 mg/kg über NF-κB-Hemmung und Hochregulierung antioxidativer Enzyme. Sanddornbeerenpräparate wurden in zwei kleinen RCTs auf kardiovaskuläre Risikomarker untersucht. Aussagestärke: Moderat.

Antioxidative Aktivität: Die 3′-Methoxy-Modifikation reduziert die Anfälligkeit des Katechol-B-Rings für Autooxidation im Vergleich zu Quercetin, was potenziell die Plasmahalbwertszeit verlängert. ORAC- und FRAP-Werte sind vergleichbar mit Quercetin-3-Glucosid (Isoquercitrin). Eine Verbesserung der In-vivo-Antioxidans-Biomarker wurde in Sanddorn-Konsumstudien beobachtet. Aussagestärke: Moderat.

Lichtschutz: Die topische Anwendung von isorhamnetinhaltigen Sanddornextrakten reduziert die UVB-induzierte Cyclobutan-Pyrimidin-Dimer-Bildung und die IL-6-Erhöhung in Keratinozytenmodellen. Die orale Sanddornergänzung moduliert die Hautkarotinoidspiegel durch Co-Zufuhr von Karotinoiden, was einen zweiten Lichtschutzmechanismus hinzufügt. Aussagestärke: Aufkommend.

Entzündungshemmend und Metabolisch: Isorhamnetin-3-Glucosid hemmt 5-LOX und COX-2 in mikromolaren Konzentrationen. AMPK-Aktivierung und PPAR-γ-Modulation wurden in Adipozytenmodellen berichtet, was auf potenzielle metabolische Anwendungen in lipidsenkenden Formulierungen hindeutet. Aussagestärke: Aufkommend.


Dosierung & Formuliererspezifikation

Es liegen keine klinischen Dosierungsdaten für isoliertes Isorhamnetin-3-Glucosid vor. Sanddornbeerenpräparate, die für kardiovaskuläre Endpunkte untersucht wurden, verwendeten 5–30 g/Tag gefriergetrocknete Beeren oder 300–600 mg/Tag konzentrierten Extrakt, der gemischte Polyphenole mit 5–15 % Gesamtflavonoiden lieferte. Isorhamnetin-Glykoside machen typischerweise 0,5–3 % des Trockengewichts von Sanddornextrakt aus.

Für Isorhamnetin-standardisierte Formulierungen ist Sanddorntrockenextrakt mit ≥1 % gesamten Isorhamnetin-Glykosiden eine vernünftige Spezifikation für Produkte mit klinischer Absicht. Die HPLC-Quantifizierung, die Isorhamnetin-3-Glucosid von Isorhamnetin-3-Rutinosid (Narzissin) unterscheidet, ist über Standard-Reversed-Phase-Methoden erreichbar.

Sanddornextrakt ist hervorragend mit der Weichgel-Darreichungsform (die Fruchtölfraktion liefert eine natürliche Lipidmatrix) und mit Stick-Pack-Formaten für Getränkeanwendungen kompatibel. Der Extrakt hat eine starke orange Farbe durch die Co-Zufuhr von Carotinoiden – dies sollte bei farbempfindlichen Anwendungen berücksichtigt werden.

Sanddornpräparate, die Vitamin K enthalten (im Blattanteil), können mit Warfarin interagieren; reine Fruchtextrakte bergen ein geringeres Risiko.


Häufig gestellte Fragen — Isorhamnetin-3-Glucosid

Welche Beziehung besteht zwischen Isorhamnetin-3-Glucosid und Quercetin?
Isorhamnetin ist Quercetins 3′-O-methylierter Metabolit – der endogen aus Quercetin durch Catechol-O-Methyltransferase (COMT) nach der Absorption gebildet wird. Nahrungsbedingtes Isorhamnetin-3-Glucosid aus Sanddorn konvergiert somit mit dem endogenen Quercetin-Metabolismus, wodurch eine pharmakologische Überlappung entsteht.

Wie liefert Sanddornextrakt Isorhamnetin-3-Glucosid zusammen mit anderen Wirkstoffen?
Sanddornfrüchte liefern Isorhamnetin-Glykoside zusammen mit Carotinoiden (Beta-Carotin, Lycopin, Zeaxanthin), Vitamin C, Vitamin E Tocopherolen und Omega-7-Fettsäuren – was den Extrakt von Natur aus multifunktional in Bezug auf Haut-, Herz-Kreislauf- und Immunpositionierung macht.

Ist Isorhamnetin-3-Glucosid dieselbe Verbindung wie Narzissin?
Nein – Narzissin ist Isorhamnetin-3-O-Rutinosid (Glucose + Rhamnose-Disaccharid), während Isorhamnetin-3-Glucosid nur eine einzelne Glucose an C-3 trägt. Beide kommen in Sanddorn vor; Narzissin überwiegt in den äußeren Zwiebelschalen.

Kann Isorhamnetin-3-Glucosid in topischen Formulierungen zum Lichtschutz verwendet werden?
Sanddornextrakte werden in topischen SPF-verstärkenden und After-Sun-Formulierungen mit Nachweis für die Reduzierung von UVB-Schäden eingesetzt. Ein standardisierter Isorhamnetin-Glykosid-Gehalt gewährleistet eine konsistente UV-absorbierende Aktivität; die Carotinoidfraktion unterstützt zudem antioxidative Hautansprüche.

Verwandte Verbindungen: Isorhamnetin, Quercetin, Laricitrin, Syringetin


Aussagestärkenskala – Hoch = mehrere menschliche RCTs; Moderat = begrenzte Studien oder starke präklinische Konvergenz; Aufkommend = frühe Labor- oder Tierdaten.

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